Die Freien Demokraten an der Saar kritisieren die Äußerungen von Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer im Rahmen der Diskussion um §219a StGB, der Ärzten die Werbung für einen Schwangerschaftsabbruch verbietet. „Frau Kramp-Karrenbauer vermischt in ihrer Argumentation §§218 und 219 miteinander. Mit ihrer Aussage, dass Abtreibung keine nachträgliche Empfängnisverhütung sei, unterstellt sie, dass betroffene Frauen sich leichtfertig für einen Abbruch entscheiden würden,“ sagt Kirsten Cortez, Mitglied des Landes- und Bundesvorstandes. §218 schützt das ungeborene Leben und nur unter bestimmten Voraussetzungen bleibt die Mutter straffrei, wenn sie einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen lässt. Der Abbruch der Schwangerschaft ist für die Betroffenen eine tiefgreifende Entscheidung und viele wissen nicht, an welchen Arzt sie sich wenden sollen und brauchen Informationen zu Kliniken und Eingriff. Um das Selbstbestimmungsrecht der Frau zu wahren, muss ihnen der barrierefreie Zugang zu Sachinformationen möglich sein. „ Und hier ist eine Änderung von §219a sinnvoll, damit Ärzte, die sachliche Informationen über die Durchführung von Schwangerschaftsabbrüchen veröffentlichen ,sich nicht strafbar machen und betroffene Frauen die Möglichkeit haben, sich selbstbestimmt zu informieren. Keine Frau wird von einer sachlichen Information über die Durchführung eines Schwangerschaftsabbruch dazu bewogen, eine Abtreibung vornehmen zu lassen“, so Cortez.

Oliver Luksic Landesvorsitzender

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