Die saarländische FDP befürchtet weitreichende Folgen durch das jahrelange Sparprogramm an der Saar-Universität. Wegen der von der großen Koalition im Jahre 2015 beschlossenen eingefrorenen Etats bis 2020 ist mit Schließungen vor allem in den geisteswissenschaftlichen Bereichen zu rechnen. „Die Attraktivität der Saar-Uni leidet jetzt schon unter dem Sparkurs und wird Gefahr laufen auf Bundesebenen den Anschluss zu verpassen, wenn die Mittel sowohl für die Lehre als auch für die Gebäude und Infrastruktur nicht erhöht werden“, so Kirsten Cortez, Mitglied des Landes- und Bundesvorstandes der FDP. „Die Weiterentwicklung der Exzellenzstudiengänge darf nicht zu Lasten der anderen Studiengänge erfolgen, stattdessen brauchen wir neue attraktive, fakultätsübergreifende Studiengänge und erleichterte Promotionsmöglichkeiten“, meint Frau Cortez. Wenn sich die Saar Universität in den kommenden Jahren zur EU Uni weiterentwickeln soll, darf der Blick dabei nicht nur eindimensional nach Frankreich gerichtet bleiben, sondern es müssen verstärkte Kooperation mit allen europäischen Staaten gesucht werden. Die UdS, welche sich auf einer geografischen Achse mit den wichtigsten Institutionen der Europäischen Union befindet, könnte sich aufgrund dieser prädestinierten Lage als idealer Ausbildungsort für eine Arbeit im europäischen Bereich aufstellen und dadurch Studierende aus ganz Europa anziehen. In diesem Zusammenhang fordert die FDP eine Ausweitung internationaler sowie interdisziplinärer Studiengänge und eine Ausweitung des Erasmus+ Programmes an der Universität des Saarlandes. Jeder Studierende soll die Möglichkeit haben, ein Auslandssemester/-jahr zu absolvieren, welches in den Studienplan integriert ist. „Dazu muss die Studienordnung der Fächer, die dies aktuell noch nicht gewährleisten, dahingehend angepasst werden, dass die im Ausland erbrachten Leistungen vollumfänglich angerechnet werden“, fordert Cortez. Um auf Dauer im bundesweiten Standortwettbewerb konkurrenzfähig zu bleiben und junge Menschen in das Saarland zu ziehen und sie zum Bleiben zu bewegen, muss ein Zukunftskonzept entwickelt werden, das seinen Namen verdient hat. Dazu braucht es deutlich mehr finanzielle Mittel von der Landesregierung, um die nötigen Investitionen zu stemmen.

Oliver Luksic Landesvorsitzender

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