Die FDP Saar begrüßt die einstimmige Entscheidung der Kultusminister der Länder, die Abiturprüfungen zeitversetzt stattfinden zu lassen. „Ich bin erleichtert, dass diese Einigung zum Wohle und der Gleichbehandlung aller Schüler und Schülerinnen getroffen wurde. Viele sehen in der Abschlussprüfung noch eine Chance ihre Durchschnittsnote zu verbessern und haben sich intensiv auf die Prüfungen vorbereitet. Diese Chance hätte man ihnen bei einem Verzicht auf die Prüfung genommen. Hätte man keine einheitliche Lösung gefunden, wäre die Vergleichbarkeit der Abiturnoten nochmals erschwert worden. Notendurchschnitte ohne Abschlussprüfungen sind erfahrungsgemäß besser, sodass Schüler und Schülerinnen aus Ländern mit Abschlussprüfungen wegen schlechterer Notendurchschnitten bei der Studienplatzvergabe im Nachteil wären“, meint Kirsten Cortez, bildungspolitische Sprecherin der FDP. „Außerdem sind Abschlussprüfungen aus pädagogischer Sicht auch eine Vorbereitung auf die Studienzeit und somit eine wichtige Erfahrung für die Absolventinnen und Absolventen. Ein weiteres wichtiges Argument für die Abiturprüfung ist die Vergleichbarkeit der Abschlüsse über mehrere Jahrgänge. Es muss auf jeden Fall vermieden werden, dass die Abschlüsse dieses Jahrgangs ein geringeres Ansehen haben.

Bei der Durchführung der Abschlussprüfungen an weiterführenden Schulen mit Oberstufengymnasium sollte unbedingt darauf geachtet werden, die Haupt- und mittleren Bildungsabschlussprüfungen zeitlich von den Abiturprüfungen zu trennen, um den hygienischen und damit räumlichen und personellen Anforderungen in der momentanen Situation gerecht zu werden. Da brauchen wir kreative und flexible Lösungen, die die Lehrkräfte nach den letzten herausfordernden Wochen vor Überforderungen schützen “, so Cortez abschließend.