Die FDP-Saar begrüßt ausdrücklich den heutigen Entschluss des Sozialministeriums, die Nachbarschaftshilfe für pflegebedürftige Personen über den Entlastungsbetrag von monatlich 125 Euro zu unterstützen.

„Gerade im Saarland, mit seiner ländlichen Struktur und der sehr gesunden sozialen Gemeinschaften in den Kommunen ist Nachbarschaftshilfe eine wichtige Stütze bei Pflege und dem täglichen Leben im Ort.“ führt Joachim Geiger, sozialpolitischer Sprecher der FDP-Saar, aus.

„Die Ausdehnung der Leistung der Pflegeversicherung auf diesen Bereich war längst überfällig und notwendig. Allerdings bemängeln wir die Hürden, die den meist aus dem familiären Umfeld des Pflegebedürftigen stammenden Helfenden auferlegt werden. Neben z.B. einem polizeilichen Führungszeugnis muss auch eine private Unfallversicherung nachgewiesen werden. Außerdem muss ein aufwendiges Registrierungsverfahren im Vorfeld durchlaufen werden.“, so Geiger weiter.

„Hier hätte die Möglichkeit bestanden, endlich mal eine wirklich schnelle und unbürokratische Lösung zu installieren. In den allermeisten Fällen finden sich Pflegebedürftige und Pflegende auf dem privaten Wege und einigen sich über die Tätigkeiten. Warum mischt sich hier die öffentliche Hand ein und legt unnötig Steine in den Weg und verlangt sogar gegebenenfalls einen Neuabschluss eines Versicherungsvertrages, dessen monatliche Kosten in Verbindung mit der vertraglichen Laufzeit in einigen Fällen die Erstattung übersteigen kann?“