Die FDP Saar fordert, privat krankenversicherte versicherte Unternehmerinnen, Selbständige oder Freiberuflerinnen bei den Regelungen zu Mutterschutz, Mutterschaftsgeld und Elterngeld mit gesetzlich versicherten Arbeitnehmerinnen gleichzustellen. Damit sollen finanzielle Nachteile für Gründerinnen und selbständige Unternehmerinnen in der Familienphase minimiert und mehr Frauen motiviert werden, sich selbständig zu machen.

Dazu die stellvertretende Landesvorsitzende Angelika Hießerich-Peter:

„Zu wenige junge Frauen wagen den Schritt in die Selbständigkeit, vor allem vor der Familienphase. Im letzten Jahr wurden nur 36 % der Unternehmensgründungen in Deutschland von Frauen vollzogen. Die aktuelle Regelung ist ein deutlicher Hemmschuh für Gründerinnen und selbständige Unternehmerinnen. Es darf nicht sein, dass Frauen in der Selbständigkeit schlechter gestellt sind als gesetzlich krankenversicherte Arbeitnehmerinnen. Es geht dabei ausdrücklich nicht um eine Gleichschaltung von privater und gesetzlicher Krankenversicherung, sondern um Leistungen, die für junge Frauen wesentlich sind, um Beruf und Familie zu vereinbaren.

Mutige Junge Unternehmerinnen in Deutschland sollen sich nicht zwischen Familie und Beruf entscheiden müssen, weil fehlende Leistungen während und nach der Familienphase existenzbedrohend sein können. Das Elterngeld sollte so etwa auch zur Finanzierung privater Kinderbetreuung genutzt werden können, wenn die Unternehmerin ihrer beruflichen Tätigkeit wieder nachgeht.

Wir brauchen eine neue Gründerkultur für junge Frauen in unserem Land.“