Die FDP Saar hält die von Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner geplante Reduktion regulärer Lebensmittelkontrollen zu Gunsten einer stärkeren Kontrolle auffälliger Betriebe für den falschen Weg. Stattdessen fordern die Liberalen mehr Kontrolleure und eine stärkere Vernetzung der Behörden auch über Landesgrenzen.

Dazu die landwirtschaftspolitische Sprecherin Angelika Hießerich-Peter:

„ Die Zahl der Kontrollen zu reduzieren ist völlig kontraproduktiv. Missstände können nur entdeckt werden, wenn flächendeckend kontrolliert wird. Es ist zwar grundsätzlich richtig, sich verstärkt auf die Überwachung schwarzer Schafe zu konzentrieren und die Zahl der Routinekontrollen in einem für die Betriebe hinnehmbaren Rahmen zu halten, aber das System der anlasslosen Kontrollen darf dadurch nicht ersetzt werden. Die Länder müssen mit Hilfe des Bundes in die Lage versetzt werden, ein möglichst umfangreiches Kontrollsystem zu etablieren. Hierfür braucht es bedeutend mehr Personal und eine stärkere Vernetzung der Behörden auch über Landesgrenzen hinweg. Eine Verlängerung der Kontrollintervalle wird keinen einzigen Missstand beheben“.