Nach Auffassung der FDP Saar verdeutlicht der Schuldneratlas 2020 deutlich die ersten Folgen einer sich verschärfenden Wirtschaftskrise im Saarland. Aus diesem Grund muss der Sicherung der Arbeitsplätze und der Ansiedlung neuer Unternehmen Vorrang eingeräumt werden, indem den Unternehmen Planungssicherheit und Technologieoffenheit statt weiterer Vorgaben gewährt werden.

Dazu die stellvertretende Landesvorsitzende Angelika Hießerich-Peter:

„Der Schuldneratlas 2020 ist ein alarmierender Weckruf. Wirtschaftskrise und Corona haben das Einkommen vieler Menschen im Saarland deutlich reduziert. Die GroKo in Bund und Land muss eine echte Strategie entwickeln, wie das öffentliche Leben trotz Corona wieder in Gang gesetzt werden und den Unternehmen Planungssicherheit gegeben werden kann. Für eine Abfederung der durch die Pandemie entstandenen Liquiditätsprobleme muss der Bund sofort einen Abschlag zahlen und zudem eine negative Gewinnsteuer einführen. Bis dahin muss es passgenaue Hilfen geben, die auch wirklich zeitnah und unbürokratisch ankommen, sonst drohen noch mehr Insolvenzen. Soforthilfen für Selbständige müssen unbürokratisch um weitere förderfähige Fixkosten und einen Unternehmerlohn erweitert werden. Ziel muss es sein, Unternehmen vor der Insolvenz zu retten und Arbeitsplätze zu sichern. Zudem müssen wieder mehr Arbeitnehmer aus der Kurzarbeit in ihre volle Beschäftigung zurück gebracht werden.  Bedenklich ist aber vor allem, dass die höchste Verschuldung an den Industriestandorten zu beobachten ist. Statt weiteren CO2-Verschärfungen mit milliardenschweren Strafandrohungen braucht die Industrie endlich Planungssicherheit, Technologieoffenheit, Emissionshandel und erreichbare Ziele. Nur so könnten wir auch langfristig die Wertschöpfung und die Arbeitsplätze im Saarland erhalten.“