Aus Sicht des FDP-Landesvorsitzenden Oliver Luksic war die angekündigte Klage von Jörg Ukrow gegen die Wahl der neuen Direktorin der Landesmedienanstalt Ruth Meyer zu erwarten. Der Landtag hatte gegen die berechtigten Bedenken von Juristen die Wahl Meyers im vollen Bewusstsein durchgezogen, dass es ein juristisches Nachspiel geben könnte. Hauptkritikpunkte sind die Vorfestlegung auf eine Kandidatin durch CDU und SPD, bevor die Stelle offiziell ausgeschrieben wurde, sowie die Laufzeit der Stelle, die dem Mediengesetz widersprecht.

Dazu Luksic:

„Die Klage Ukrows ist folgerichtig. Wir haben bereits bei der Nominierung Meyers darauf aufmerksam gemacht, dass das gewählte Prozedere eine Konkurrentenklage zur Folge haben könnte. Renommierte Medienrechtler wie Prof. Dörr haben dies vor der Wahl Meyers mehrfach bekräftigt. Dennoch hat der Landtag unbeirrt die Wahl durchgezogen und droht nun, damit in Schwierigkeiten zu geraten. Landesregierung und Landtag müssen nun sehen, wie sie diese Situation nun meistern. Zudem muss schnellstens ein Verfahren gefunden werden, um kommende Wahlen transparenter und rechtssicher zu machen, etwa indem man den Direktorenposten künftig durch den Landesmedienrat wählen lässt“.