Der Vorsitzende der FDP Saar Oliver Luksic fordert die Landesregierung auf, die Ausgangsbeschränkungen im Saarland zu modifizieren. 

Dazu Luksic:

„Die Landesregierung muss einen Paradigmenwechsel vornehmen. Eine massive Einschränkung von Grundrechten war anfangs gerechtfertigt, muss aber immer wieder neu auf Ihre Verhältnismäßigkeit hin überprüft werden. Wir sollten weg vom präventiven Verbot mit Erlaubnisvorbehalt hin zu Verhaltensgeboten, um situativ verantwortbare Lösungen zu finden. 

Die Ausgangsverbote im Saarland und in Bayern, die dem Bürger nach wie vor einen triftigen Grund abverlangen, um die Wohnung zu verlassen und die Normdeutung der Polizei überlässt, sind so nicht haltbar. Das alleinige Sitzen auf einer Parkbank oder ein Sonnenbad sind nach jetziger Lage nicht erlaubt, dies und andere Beispiele sind so nicht haltbar. 

Andere Bundesländer haben keine Ausgangssperre mit Strafandrohung, es geht um die Vermeidung eines zu engen Kontaktes zwischen den Menschen im privaten und im öffentlichen Raum. 

Kontaktbeschränkungen wie  in Nordrhein-Westfalen sind sinnvoller. Abstände sind wie strenge Hygienregeln weiterhin dringend notwendig. Die Menschen müssen aber wieder das Haus verlassen dürfen, ohne sich verdächtig zu machen. Die saarländische Rechtslage ist realitätsfremd und nicht haltbar.“