Der saarländische FDP-Landesvorsitzende und verkehrspolitische Sprecher der liberalen Bundestagsfraktion Oliver Luksic nennt die Pläne von Verkehrsministerin Anke Rehlinger zum ÖPNV, die sie gestern vorgestellt hat, unausgegoren und mangels Finanzierung schwer umsetzbar.

Dazu Luksic:

„Eine Verbesserung des ÖPNV-Angebots mit höherer Attraktivität ist dringend notwendig. Daher finde ich eine Reaktivierung von Bahnstrecken auch begrüßenswert. Schade ist es allerdings, dass die für eine Verbindung nach Luxemburg strategisch wichtige Niedtalbahn hinten runter fällt, obwohl sich der Koalitionspartner CDU nach 20 Jahren in der Regierung nun auf einmal für einen Ausbau einsetzt. Die Landesregierung muss trotz des Gutachtens alles für einen Ausbau der Niedtalbahn machen und sich bei den französischen Partnern für eine Verbindung über Thionville nach Luxemburg stark machen. Vom Ausgangspunkt einer Zeitenwende zu sprechen, halte ich angesichts der vielen Eventualitäten des Konzepts für vermessen. Ob die Pläne so umgesetzt werden können, steht noch in den Sternen, da der größte Teil der Finanzierung noch nicht geklärt ist. Bislang baut sich das Konzept fast ausschließlich auf erwünschten Bundesgeldern in der Zukunft auf. Zudem wird gerade der ländliche Raum stiefmütterlicher behandelt als die Zentren. Dabei sind gerade in den ländlichen Gebieten die Menschen aufgrund des schlecht ausgebauten Nahverkehrs besonders auf Autos angewiesen. Das Gutachten hat gute Ansätze muss aber dringend wieder überarbeitet werden. Eine verstärkte Beteiligung von Bürgern und Verbänden ist hierfür unbedingt notwendig“.

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