Nach Auffassung der FDP Saar ist ein wichtiger Grund für den von Minister Jost bei der Vorstellung der Roten Liste angeprangerten fehlenden Siedlungsnaturschutz die mangelnde Akzeptanz der Landwirte in der Gesellschaft. Diese wird verstärkt von der Politik und von verschiedenen Verbänden angefeuert. Den Liberalen zufolge können tierhaltende Betriebe einen hohen Standard beim Siedlungsnaturschutz garantieren.

Dazu die umweltpolitische Sprecherin der FDP Saar Angelika Hießerich-Peter:

„Minister Jost prangert Zustände an, die er selbst mitzuverantworten hat. Nachdem gerade die konventionell wirtschaftenden Landwirte jahrelang mit Kritik und Bürokratie zugeschüttet wurden, wundert man sich jetzt, dass positive Nebeneffekte der Landwirtschaft fehlen. Konventionelle wie ökologische Landwirtschaft produziert nicht nur wichtige Nahrungsmittel für unsere Gesellschaft, sondern bietet gerade in der Viehhaltung auch eine natürliche Lebensgrundlage für viele Vogelarten und Kleintiere. Je größer allerdings die Auflagen für die Betriebe, speziell bei der Dung- und Futterlagerung, werden, desto kleiner wird auch der Lebensraum der Tiere. Hier muss die Landesregierung dringend für eine breitere Akzeptanz, speziell auch der konventionellen Betriebe, werben und zudem bürokratische Hürden für die Bauern abbauen. Auch die teilweise einseitige Bevorzugung der ökologischen Landwirtschaft zu Lasten der konventionellen Landwirte muss endlich runtergefahren werden und das Gegeneinander-Ausspielen der Landwirtschaftsformen beendet werden. Die Realität zeigt schon seit langem, dass der Bio-Markt weitestgehend gesättigt ist und nur noch künstlich durch hohe Subventionen aufrechterhalten werden kann“.

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