Zur Debatte über Grenzöffnungen erklärt der europapolitische Sprecher der FDP Saar Julien François Simons:

„Die Grenzschließungen behindern den Personen- und den Warenverkehr massiv, insbesondere der saarländische Einzelhandel leidet massiv. Laut Handelsverband Saar liegen die Verluste des Handels weiterhin bei 50 % und könnten durch französische und luxemburgische Kundschaft verbessert werden. Auch der französische und luxemburgische Handel leidet unter der fehlen deutschen Kundschaft. Probleme gibt es beispielsweise auch für deutsche Möbelhäuser und Händler, die momentan nicht nach Frankreich ausliefern können, sowie bei in Frankreich tätigen Handwerksbetrieben. Nicht minder gravierend sind die sozialen Folgen. Der nationale Alleingang von Bundesinnenminister Seehofer muss daher enden. Er steht in krassem Widerspruch zur einem Europa ohne Grenzen und ist bis heute unbegründet. Deshalb müssen die Grenzen in der EU umgehend wieder geöffnet werden, so wie es auch das Robert-Koch-Institut und die EU-Kommission für sinnvoll halten. Denn die Grenzschließungen sind weder geeignet noch erforderlich, um das Virus einzudämmen. Gleiches gilt für die Quarantänepflicht. Diese pauschale Stigmatisierung ist verfassungswidrig und muss umgehend aufgehoben werden. Die Bundesregierung sollte sich schnellstmöglich mit den europäischen Nachbarn auf gemeinsame Maßnahmen verständigen.“