Jeder Mensch wächst mit seiner Bildung. Wissen ist die wertvollste Ressource und durch Bildung entsteht die Chance zur aktiven Teilhabe in Gesellschaft und Beruf. Das Ziel der Freien Demokraten ist daher eine chancengerechte Bildung für jeden. Damit jeder Schüler altersgerecht in seinen individuellen Fähigkeiten gefordert und gefördert werden kann, braucht es Schulen mit modernster Ausrüstung und gut ausgebildeten Lehrern. 

 

Die Freien Demokraten haben zusammen mit anderen Parteien im Bundestag den Digitalpakt auf den Weg gebracht. Sobald die Mittel aus dem Digitalpakt fließen, müssen sie für eine digitale Ausstattung und Ausbildung an den Schulen genutzt werden. 

 

Wir setzen uns für den Erhalt aller Grundschulstandorte und eine echte Wahlfreiheit zwischen gebundenen und freiwilligen Ganztagsgrundschulen ein. Unabhängig davon müssen an allen Grundschulen geeignete Räumlichkeiten für den Schulbetrieb sowie Betreuungsangebote vorgehalten werden. Die Personalausstattung an den Grundschulen muss verbessert werden, damit die Betreuungsangebote stärker von pädagogischen Fachkräften wie Erziehern oder Sozialpädagogen begleitet werden

Ebenso möchten wir eine Wahlfreiheit zwischen Förderschulen und Inklusionsschulen, die wiederum räumlich wie personell auf die besonderen Bedürfnisse der Inklusion ausgelegt sein müssen.

 

Auch die berufliche Bildung wollen wir stärker fördern. Dabei soll am vielfältigen Angebot der beruflichen Schulen festgehalten werden, wobei die Schulen vor Ort zusammen mit dem Schulträger und regionalen Unternehmen über das konkrete Profil der Schulen entscheiden. Sie müssen sowohl den fachtheoretischen als auch den fachpraktischen Unterricht in vollem Umfang anbieten können.

 

 Wie bereits in NRW umgesetzt fordern auch wir Talentschulen, um auch in Stadtteilen mit besonderen Herausforderungen durch eine exzellente Förderung den Schülern Zugang zu weltbester Bildung zu verschaffen. „Schulen mit besonders hohem Förderbedarf, sogenannte „Brennpunktschulen“, benötigen eine besondere Ausstattung. Dies gilt sowohl für das Personal als auch für die Lernausstattung. Talentschulen bieten eine Möglichkeit, gerade Schülern aus sozial benachteiligten Gegenden Bildungschancen zu eröffnen und ihre Talente frühzeitig zu erkennen und zu fördern.

 

Um Eltern, Schulen und Schulverwaltung stärker zu entlasten, fordern wir eine Lehrmittelfreiheit, um etwa Schulbücher kostenfrei zur Verfügung stellen zu können.

 

 

 

Wir fordern daher:

 

 

 

   Schulen einladend und attraktiv sanieren

 

   Moderne Schulräume für modernen Unterricht. Das betrifft zum einen naturwissenschaftliche Fachräume und zum anderen müssen für die Kunst- und Musikerziehung Ateliers und Musikräume geschaffen und gut ausgestattet werden. Aber auch für andere Schulfächer müssen geeignete Räume zur Verfügung gestellt werden. Außerdem müssen zusätzlich Gruppenräume und Förderräume geschaffen werden, die im direkten Umfeld der Klassenräume liegen sollten

 

   Umfassende Digitalisierung an Schulen. Den Digitalpakt schnellstmöglich umsetzen und einen Digitalpakt 2.0 aushandeln. Die Klassen sind flächendeckend mit Whiteboards und einer ausreichenden Anzahl von Tablets oder Laptops auszustatten. Für einen qualitativ hochwertigen Unterricht mit den neuen Medien ist es notwendig, die Lehrer rechtzeitig und permanent für die Digitalisierung aus- und weiterzubilden. Zudem muss der technische Support und die regelmäßige Beschaffung und Aktualisierung der Plattformen und Softwares gewährleistet sein.

 

   Echte Wahlfreiheit zwischen der gebundenen Ganztagsgrundschule und der freiwilligen Ganztagsgrundschule (Halbtagsgrundschule)

 

   Erhalt kleinerer Grundschulstandorte, die ggf. auch als Filiale einer größeren Grundschule zu führen wären, aber ein gutes Schulangebot vor Ort gewährleisten

 

   Erhalt der vorhandenen Gemeinschaftsschulen und Gymnasien. Wobei die weiterführenden Schulen sich in den nächsten Jahren stärker pädagogisch profilieren sollten, damit unterschiedliche Schwerpunkte (z.B. Sport, Musik) oder Sprachreihenfolgen ausgeprägt werden und Schüler zwischen verschiedenen spezialisierten Schulen entscheiden können

 

   Erhalt von Förderschulen als Alternative zu Inklusionsschulen, um eine echte Wahlfreiheit zu garantieren. Die Inklusionsschulen müssen unter finanzieller Unterstützung des Landes räumlich angemessen ausgestattet sein und auch ausreichend geeignete Integrationslehrer und -helfer vorhalten.

 

   Bessere Personalausstattung an Grundschulen, um eine angemessene Personalausstattung gewährleisten zu können, damit die Betreuungsangebote stärker von pädagogischen Fachkräften (Erzieher/in bzw. Sozialpädagoge/in) begleitet werden

 

   Attraktives Ganztagsangebot in Zusammenarbeit mit Vereinen und Verbänden

 

   Ausbau der berufsbildenden Schulen und Berufsbildungszentren. Dabei soll am vielfältigen Angebot der beruflichen Schulen festgehalten werden, wobei die Schulen vor Ort zusammen mit dem Schulträger und den regionalen Unternehmen über das konkrete Profil der Schulen entscheiden.

 

   Einführung kommunaler Bildungszentren, an denen unterschiedliche Schulen, Kindertagesstätten, Räume der Volkshochschule und Musikschule und Angebote von Trägern der Jugendhilfe (z.B. Familienbildungsstätten) konzentriert werden

 

   Schulleitungen von Verwaltungsarbeit entlasten, damit sie sich auf ihre pädagogische Leitungsfunktion konzentrieren können.

 

   Lehrmittelfreiheit einführen, um Schulbücher und andere Lehr- und Lernmittel kostenfrei zur Verfügung stellen zu können und Eltern, Schulen und Verwaltungen bürokratisch zu entlasten

 

   Eine umfassende nachhaltige Sprachförderung für Kinder mit Sprachdefiziten muss an den Grundschulen sowie an den weiterführenden Schulen nachhaltig und zielgruppenspezifisch weitergeführt werden, damit alle Kinder sich an dem sozialen Leben und am Unterricht beteiligen können. Dabei müssen einerseits Willkommensklassen eingerichtet und besondere DaZ-Angebote unterbreitet werden, andererseits aber auch flankierend noch weitere individuelle Förderangebote geschaffen und umgesetzt werden

 

   Ausbau der Schulsozialarbeit, um Schüler mit einer schwierigen Sozialprognose optimal zu erreichen und zusätzlich zu fördern

 

   Gründung von Talentschulen, um auch in Stadtteilen mit besonderen Herausforderungen durch eine exzellente Förderung den Schülern Zugang zu weltbester Bildung zu verschaffen

 

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