Saar-FDP: Saarland muss bei der Bildung besser werden

Saar-FDP: Saarland muss bei der Bildung besser werden

Große Koalition muss endlich mit der Arbeit beginnen

Landtagswahl 2012Das schlechte Abschneiden des Saarlandes beim „Bildungsmonitor“ der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), bei dem das Saarland auf dem drittletzten Platz landete kommentiert die Generalsekretärin der FDP-Saar, Nathalie Zimmer wie folgt:

„Das Ergebnis des Bildungsmonitors sollte die saarländische Landesregierung endlich aus ihrem Sommerloch auftauchen lassen. Wir haben uns weiter um drei Plätze verschlechtert, dass muss dem Kultusminister Anlass geben endlich aktiv zu werden und mit seiner Arbeit zu beginnen.
Das schlechte Abschneiden steht in Kontrast zur der Selbstbeweihräucherung des neuen Kultusministers Commercon. Der von ihm angekündigte Ausbau der Ganztagsschulen ist keineswegs bedarfsgerecht, und zusätzlich fehlt es an qualifiziertem Personal in Kindertageseinrichtungen. Die CDU-SPD-Landesregierung muss ihr Wahlversprechen einlösen, kleinere Schulklassen zu schaffen. Wenn individuelle Förderung für bessere Schulabschlüsse wirklich stattfinden soll, müssen endlich konkrete Schritte zur Herabsetzung der Obergrenze für Schulklassen ergriffen werden. Es ist ein wahrlich peinlicher Zustand, dass das Industrieland Saarland bei der Zahl der Ingenieurabsolventen den schlechtesten Wert aller Bundesländer erzielte. Es besteht daher dringender Aufholbedarf, die Attraktivität des Standortes Saarland für internationale Fachkräfte zu steigern. Dazu gehört auch, dass die saarländische Landesregierung dafür endlich Sorge tragen muss, die bisher unterdurchschnittlichen Werte beim Anteil der Absolventen in Mathematik, Naturwissenschaften und Informatik unwiderruflich zu verbessern.
Die Saar-FDP will eine volle Unterrichtsversorgung an allen Schulen. Denn diese ist eine Grundvoraussetzung für die erfolgreiche Schulbildung. Ebenso muss eine Entlastung der Schulleitungen insbesondere an Grundschulen zur besseren Wahrnehmung der pädagogischen Aufgaben umgesetzt werden. Eine Wartezeit von fünf Jahren, bis 2017 endlich Absolventen die saarländische Grundschullehrerausbildung absolviert haben, ist aus Sicht der FDP nicht zumutbar. Ich hoffe nach dem Ergebnis des Bildungsmonitors krempelt unser Kultusminister endlich die Ärmel hoch und packt die Probleme im saarländischen Bildungswesen endlich engagiert an.“

Bildungsmonitor 11: MINT –Berufe bieten beste Aufstiegschancen

Bildungsmonitor 11: MINT –Berufe bieten beste Aufstiegschancen

Die im neuesten Bildungsmonitor 2011 der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft vorgestellten Ergebnisse zeigen besondere Fortschritte in der frühkindlichen Bildung und im beruflichen Bildungswesen. Letzteres stellt offenbar ein Sprungbrett zu akademischen Abschlüssen dar.

„Im Bildungs- und Wissenschaftsbereich sind –trotz lauter Unkenrufe- in den letzten Jahren erhebliche Anstrengungen unternommen worden, die jetzt offenbar Früchte tragen. Die erzielten Verbesserungen führen zu einem besseren Zugang zur beruflichen Bildung und besseren Zugangsmöglichkeiten zu akademischen Abschlüssen.“, konstatiert die arbeits- und sozialpolitische Sprecherin der FDP Saar Alexandra Forster.

So ergab sich für das Saarland laut dieser Studie zwischen 2000 und 2009 eine ganz erhebliche Steigerungsrate von 15,3% auf 26,4% an jungen Menschen, die ein Abitur an beruflichen Schulen ablegten und sich für ein wissenschaftliches Studium qualifizierten. Auch der Anteil der Hochschulabsolventen stieg im selben Zeitraum von 17% auf 29%.

„Dabei werden insbesondere Absolventen die MINT-Studiengänge, sowie Angehörige naturwissenschaftlich – technischer Berufe, besonders von der Wirtschaft nachgefragt, weil durch die höher qualifizierte Tätigkeit in den exportstarken Hochtechnologiebranchen weitere Wertschöpfungseffekte entstehen.“, so Forster weiter.

Interessanterweise waren 74 % aller Ingenieure in Deutschland der Jahre 2001 bis 2009 akademische Bildungsaufsteiger und stehen prototypisch für sozialen Aufstieg durch Bildung. Hier sind die Aufstiegschancen am wenigsten abhängig vom elterlichen Bildungshintergrund und die Verdienstchancen sind besonders gut.

„Vor dem Hintergrund des drohenden Fachkräftemangels sollten Interventionen zur Verbesserung des Zugangs zu mittleren und höheren Qualifikationen früh beginnen, um das Qualifikationspotential eines jeden Kindes in den Blick zu nehmen.“, fordert Forster. „Insbesondere das Potential von Kindern und Jugendlichen aus bildungsfernen Schichten oder mit Unterstützungsbedarf lohnt es, intensiv zu fördern und die Integration von Migranten stärker voranzubringen.“, so Forster abschließend.

Oliver Luksic Landesvorsitzender

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