„Herdprämie und Frauenquote passen nicht zusammen!“

„Herdprämie und Frauenquote passen nicht zusammen!“

FDP Generalsekretärin Zimmer kritisiert frauenpolitischen Zickzackkurs der CDU

Der neueste Vorstoß der Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer, ein Konzept zur Einführung einer gesetzlichen Frauenquote vorzulegen, hält die Generalsekretärin der FDP Saar Nathalie Zimmer für einen „frauenpolitischen Zickzackkurs“. Eine gesetzliche Frauenquote sei der falsche Weg, mehr Frauen in Führungspositionen zu befördern. Um die Frauenquote zu erhöhen, müsse man zunächst die Rahmenbedingungen verbessern, will heißen: Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist hier die wichtigste Voraussetzung.

„Wie passt aber da nun die CDU Forderung nach einer Herdprämie dazu? Auf der einen Seite soll mit dem Betreuungsgeld Anreize zum Fernbleiben vom Beruf gesetzt werden, auf der anderen Seite wolle man Frauen in Führungspositionen.“, so Nathalie Zimmer.

Nach Meinung der Saar-Liberalen müssten dringend die Rahmenbedingungen für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessert werden, so z.B. der flächendeckende Ausbau von Kindertagesstätten mit Randzeitenbetreuung oder 24 Stunden Öffnungszeiten. Wichtiger als das Betreuungsgeld sei für die FDP der KITA-Ausbau, das setze die CDU aber auf Bundesebene nicht um.

Ansprechpartner:
FDP Landesgeschäftsstelle
Europahaus
Bahnhofstraße 38
66111 Saarbrücken
0681 / 92 7 29 – 0
lgs@fdp-saar.de

Engel-Otto lehnt Betreuungsgeld weiterhin entschieden ab

Engel-Otto lehnt Betreuungsgeld weiterhin entschieden ab

Investitionen in frühkindliche Bildung müssen ausgebaut werden

Die Einigung der Berliner Koalition auf das umstrittene Betreuungsgeld wird von der FDP-Saar weiterhin mehr als kritisch gesehen.Die FDP wollte das Betreuungsgeld nicht und hält es für mehr als fragwürdig.

Auch die familienpolitische Sprecherin der FDP-Saar, Martina Engel Otto lehnt den Koalitionskompromiss zum Betreuungsgeld weiterhin strikt ab und kritisiert:

„Das Betreuungsgeld geht in die vollkommen falsche Richtung. Die CSU befindet sich mit dem Festhalten an ihrer Forderung nicht nur bildungspolitisch, sondern auch frauenpolitisch auf einem Irrweg. Zudem bedeutet das Betreuungsgeld auch integrationspolitisch ein herber Rückschritt für unser Land.

Wer eine Frauenquote fordert, aber zugleich Anreize für Frauen schafft, zu Hause zu bleiben, widerspricht sich selbst. Außerdem sehe ich es rechtlich als problematisch an, wenn jemand eine staatliche Leistung erhalten soll, nur weil er eine andere staatliche Leistung nicht in Anspruch nimmt. Ich werde mich weiterhin als Familienpolitikerin stark dafür einsetzen, dass das Geld in die frühkindliche Bildung von Kindern investiert wird. Nur durch frühkindliche Bildung schafft die Gesellschaft die Integration von Kindern aus bildungsfernen Familien und kann somit zu Chancengerechtigkeit beitragen. Das Modell setzt daher definitiv die falschen Anreize und ermuntert vor allem sozial schwache Familien, ihre Kinder nicht in einer Kindertagesstätte anzumelden.

Es ist erstaunlich, dass trotz massiver Bedenken, sowohl von Experten als auch von einer Mehrheit  in der politischen Landschaft, dieses Vorhaben wider besseres Wissen durchgezogen werden soll.

Rückwärtsgewandte Familienpolitik kann das Land sich nicht leisten, ein Überdenken des Beschlusses wäre ratsam.“, so die stellvertretende Landesvorsitzende abschließend.

 

Oliver Luksic Landesvorsitzender

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