Chatzimarkakis: Integration durch Leistung ist möglich

Chatzimarkakis: Integration durch Leistung ist möglich

Nicht die Herkunft zählt, sondern die Einsatzbereitschaft des Einzelnen für das große Ganze. Im Fußball klappt das schon ganz gut.

Von Jorgo Chatzimarkakis

Die Fußballweltmeisterschaft hat gezeigt: Integration durch Leistung ist möglich. özil, Khedira, Klose und Co – Deutschlands junge Truppe hat sich fulminant bis ins Halbfinale gedribbelt und nun den 3. Platz erreicht. Deutschlands Regenbogenmannschaft hat die Regenbogennation Südafrika und die Welt begeistert. Löws Team steht für ein neues Land. Gleichzeitig spricht Bundespräsident Wulff in seiner Antrittsrede von der „bunten Republik“ und will alle Menschen in Deutschland einbinden. Aber wie geht das eigentlich? Der Fußball macht es vor: Nicht die Herkunft zählt, sondern die persönliche Bereitschaft, etwas zu leisten, im Team ein gemeinsames Ziel anzugehen.

Auch wenn Fußball eben nur ein Spiel ist und eine Leichtigkeit hat, die in der Gesellschaft nicht so schnell zu erreichen ist: Die erfolgreiche WM 2010 ist eine wichtige Wegmarke. Deutschland braucht einen „German Dream“: den vom Aufstieg durch Erfolg, von Integration durch Leistung. Es mag provozierend klingen, aber vielleicht hat das Scheitern im Halbfinale sein Gutes. Denn nur so können wir die Probleme erkennen.

Migranten-Gesetz stößt auf Skepsis

Schon heute stehen Klose und Khedira für großen Sport. Fatih Akin und Barnaby Metschurat stehen für großes deutsches Kino. Der Wissenschaftler Navid Kermani steht für Iran-Expertise, Cem özdemir und David McAllister sind in der Politik erfolgreich. Und Vural öger ist ein Beispiel für erfolgreiches Unternehmertum.

Die Erfolgreichen müssen sichtbarer werden. Sie sind Symbole. Wir müssen Ehrgeiz und Gelingen wollen. Die Sozialforschung weiß spätestens seit Benedict Anderson, dass Gesellschaften Traditionen erfinden, um eine gemeinsame Basis zu schaffen. Es ist an der Zeit, für unsere Gesellschaft einen neuen Mythos zu erfinden, den Kitt, der uns zusammenhält, zu benennen. Die WM 2010 könnte die Wegmarke sein.

Der „German Dream“ könnte aus den Begriffen Weltoffenheit und Integration bestehen. Das Konzept: Wir sind ein Volk, Bestandteil sind alle diejenigen, die bei uns leben und deshalb dazugehören wollen. Kinder- und Jugendlichen aus Zuwanderfamilien muss vermittelt werden, dass sie alles erreichen können – unabhängig von der Herkunft ihrer Eltern, ihrer momentanen Situation, ihrem Nachnamen oder Aussehen. Sie sind integraler Bestandteil der deutschen Gesellschaft, sie gehören zu uns – wenn sie sich integrieren, wenn sie etwas leisten wollen. Deutschkenntnisse sind das A und O. Integrations-Erfolg muss in Zukunft allein abhängen von Talent und Fleiß abhängen. Dann werden wir özils und Cacaus nicht nur im internationalen Fußballwettbewerb erleben und bewundern, sondern auch auf allen anderen Feldern.

Der Autor ist Mitglied des Europäischen Parlamentes für die FDP.

Luksic kickt mit FC Liberal

Luksic kickt mit FC Liberal

Turnier „unser Dorf spielt Fußball“

Der FC Liberal spielt mit, beim diesjährigen Fußballturnier „unser Dorf spielt Fußball“; Die hochmotivierte Mannschaft spielt am kommenden Samstag, den 26.06.2010 im Rahmen des Turniers der Hobby- und Freizeit-Kicker beim FC Kutzhof.

Der FC Liberal wird angeführt durch seinen Kapitän, Oliver Luksic. Luksic kämpft eigentlich als Bundestagsabgeordneter in Berlin für eine bessere Verkehrs- und Europapolitik; hat er aber Zeit und ist im Saarland, kämpft er als leidenschaftlicher Hobbyfußballer mit dem FC Liberal um Tore.

Wer Lust hat dabei zu sein, ist herzlich als Zuschauer oder Spieler eingeladen und kann sich im Bürgerbüro von Oliver Luksic in Saarbrücken telefonisch unter 0681 9687124 oder via Email an oliver.luksic@wk2.bundestag.de melden.

Der FC Liberal hat zuletzt nur knapp gegen den FC Union mit 5:4 eine Niederlage einstecken müssen.

Luksic: Abendliches Jubeln während Fußball-WM erlaubt

Luksic: Abendliches Jubeln während Fußball-WM erlaubt

Ausnahmeregelung für „public viewings“

Zur heute vom Bundeskabinett beschlossenen Verordnung zur änderung der Sportanlagenlärmschutzverordnung, wonach öffentliche TV-übertragungen während der Fußballweltmeisterschaft auch nach 22.00 Uhr möglich sind, erklärt der saarländische FDP-Bundestagsabgeordnete Oliver LUKSIC:

Die christlich-liberale Bundesregierung hat heute eine Ausnahmeregelung der Lärmschutz­verordnung beschlossen, die öffentliche Fußballübertragungen während der Fußball-Welt­meisterschaft nach 22.00 Uhr erlaubt. Diese Nachtlärmgenehmigung ist angemessen und sichert damit das sogenannte „public viewing“ während der WM in Südafrika. Schon bei der WM 2006 in Deutschland und der EM 2008 waren die Erfahrungen mit dem sogenannten „public viewing“ sehr gut. Die Fußballfans waren vorwiegend friedlich und auch viele Fami­lien haben an den Großveranstaltungen teilgenommen. Solche Veranstaltungen tragen zum Zusammenhalt in der Gesellschaft bei. Die Festschreibung der Ausnahmereglung trägt diesen positiven Erfahrungen Rechnung.

Nach geltendem Recht müsste die Lautstärke bei Live-übertragungen ab 22.00 Uhr herunter geregelt werden. Eine existierende Ausnahmeregelung in der Sportanlagenlärmschutzver­ordnung betrifft nur öffentliche Fußballstadien. Mit dem heutigen Beschluss können öffentli­che Fernsehdarbietungen auch bei der diesjährigen Fußball-WM bis in die späten Abend­stunden der Stimmung entsprechend übertragen und bejubelt werden.

Wer dies jedoch als Freifahrtsschein für Dauerschallpegel über die gesamte Weltmeister­schaft ansieht, muss enttäuscht werden. Die Ausnahmeregelung gilt nur für die Tage, in de­nen wirklich ein Abendspiel übertragen wird. Bei aller Fußballeuphorie darf man die Anwoh­ner nicht vergessen, denn auch deren Interessen müssen beachtet werden. Die jetzt be­schlossene Regelung schafft einen guten Ausgleich.

Damit ist Deutschland von politischer Seite aus gut auf die WM in Südafrika vorbereitet und einem neuen „Sommermärchen“ steht nichts mehr im Wege. Jetzt muss unsere National­mannschaft nur noch gute Spiele liefern. Dabei kann die Politik leider nicht helfen.

Oliver Luksic Landesvorsitzender

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