FDP für Gleichstellung bei Adoptionsrecht / Luksic: „Es gibt keine Eltern zweiter Klasse!“

FDP für Gleichstellung bei Adoptionsrecht / Luksic: „Es gibt keine Eltern zweiter Klasse!“

Die Aussagen der Ministerpräsidentin zum Adoptionsrecht homosexueller Paare stoßen beim FDP-Landesvorsitzenden Oliver Luksic auf scharfe Kritik. Insbesondere der Verweis auf das vermeintliche Kindeswohl ist nicht nur für homosexuelle Eltern, sondern auch für alleinerziehende Mütter und Väter ein Schlag ins Gesicht: „Es ist schön, wenn auch gleichgeschlechtliche Paare Kindern eine Zukunft schenken, das ist keine Bedrohung für Kinder. Es gibt keine Studie, die zeigt, dass Kinder in gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften Nachteile hätten. Das hat Ursula von der Leyen übrigens auch schon erkannt. Warum sollten Schwule und Lesben Kinder weniger lieben oder schlechter für sie sorgen, als ein Paar aus Mutter und Vater? Die Aussage von Frau Kramp-Karenbauer ist zudem auch eine Ohrfeige für alle alleinerziehende Mütter und Väter. Es gibt keine Eltern zweiter Klasse. Ein Adoptionsverbot macht keinen Sinn. Die Adoption von leiblichen Kindern des Lebenspartners ist sowieso schon zulässig. Die gemeinsame Adoption eines Kindes durch beide Lebenspartner bleibt schwulen und lesbischen Paaren ohne Grund verwehrt. In der Realität schadet Frau Kramp-Karrenbauer mit ihrer Position nur den betroffenen Kindern.“, so Oliver Luksic.

Junge Liberale Saar fordern komplette Gleichstellung homosexueller Lebenspartnerschaften

Junge Liberale Saar fordern komplette Gleichstellung homosexueller Lebenspartnerschaften

Kramp-Karrenbauer und CDU Saar müssen sich von mittelalterlichen Vorstellungen im Bezug zur Gleichberechtigung der „Homoehe“ verabschieden

Die Jungen Liberalen (JuLis) Saar fordern erneut die Gleichberechtigung der „Homoehe“, wie zum Beispiel durch gleiches Ehegattensplitting bei hetero- wie homosexuellen Paaren, wie es kürzlich in Karlsruhe vom Bundesverfassungsgericht als verfassungsrechtlich erforderlich angesehen wurde. Annegret Kramp-Karrenbauer, die Ministerpräsidentin des Saarlandes, hält sich jedoch weiterhin strikt an das konservative Familienbild und lässt keinen Platz für mögliche weitere Zugeständnisse an die Gemeinde der Homosexuellen. „Es kann nicht sein, dass Karlsruhe allmählich das Regieren für die CDU übernehmen muss, nur weil die Parteiführung und Mitglieder wie Kramp-Karrenbauer ein Familienbild aus veralteten Ansichten übernehmen. Mit der sturen Ablehnung einer kompletten Gleichstellung diskriminiert Kramp-Karrenbauer sehenden Auges eine Minderheit, nur um ihre konservative Klientel zu beglücken“, so Tobias Raab, Landeschef der JuLis Saar, „Es ist die Pflicht aller Regierungsparteien dafür zu sorgen, dass keine Mitglieder unserer Gesellschaft aufgrund überkommene Wertvorstellungen ausgegrenzt oder als minderwertig behandelt werden“.

Mit der Entscheidung des Verfassungsgerichts sei nun ein weiterer Schritt zur Gleichstellung homosexueller Paare getan, doch das könne noch lange nicht als Ziel angesehen werden. So stehe eine Änderung zu Gunsten der homosexuellen Paare im Hinblick auf Adoption weiterhin aus. Dies ist ein Punkt, dem sich Kramp-Karrenbauer weiterhin verwehrt. „Man kann nur hoffen, das in der CDU ein Umdenken stattfindet, bevor auch diese Entscheidung in Zukunft wieder vom Bundesverfassungsgericht getroffen wird“, kritisiert Raab. Kramp-Karrenbauer Spiele auf Zeit, wenn sie hier erst eine „längere Debatte“ fordere. „Ob Menschen gute Eltern sind, hängt davon ab, wie liebevoll sie sich um ihre Kinder kümmern. Ihr Geschlecht oder die Frage, ob sie eine Frau oder einen Mann lieben, sind hierbei nicht von Bedeutung“ so Raab anschließend.

Luksic begrüßt Gleichstellung von Lebenspartnerschaften

Luksic begrüßt Gleichstellung von Lebenspartnerschaften

Das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zur Gleichstellung von eingetragenen Lebenspartnerschaften im Steuerrecht wird vom FDP-Landesvorsitzenden und Bundestagsabgeordneten Oliver Luksic begrüßt: „Dies ist ein historisches Urteil. Das Verfassungsgericht stellt gleichgeschlechtliche Lebenspartner im Steuerrecht mit Eheleuten gleich, weil es keine Sachgründe für eine Ungleichbehandlung gibt. Wer gleiche Pflichten hat muss auch gleiche Rechte haben. Die Gleichstellung ist nicht nur ein Gebot der Gerechtigkeit, sondern nun auch ein Gebot der Verfassung. Es ist bedauerlich, dass aufgrund der Blockade der Union der Gesetzgeber dies nicht selber umgesetzt hat.“

Saar-FDP begrüßt Adoptionsrecht für Homosexuelle

Saar-FDP begrüßt Adoptionsrecht für Homosexuelle

Luksic: Union darf Abbau von Diskriminierungen nicht blockieren

Das Bundesverfassungsgericht hat das Adoptionsrecht für homosexuelle Paare gestärkt. Der FDP-Landesvorsitzende Oliver Luksic begrüßt dieses „historische Urteil“ und fordert die CDU auf, die Abschaffung weiterer Benachteiligungen homosexueller Paare endlich nicht mehr zu blockieren: „Neben dem Adoptionsrecht muss die eingetragene Lebenspartnerschaft der Ehe gleichgestellt werden, hier muss die Blockade der Union in Berlin ein Ende haben. Es kann nicht sein, dass die Union immer eine Aufforderung vom Bundesverfassungsgericht braucht, Diskriminierungen müssen weg. Im Beamten- und Steuerrecht konnte die FDP bereits einige Verbesserungen durchsetzen, die Union muss sich aber endlich weiter bewegen, sonst wird sie wieder vom Bundesverfassungsgericht bewegt werden. Wir Liberale sind für Gleichberechtigung und gegen Diskriminierungen.“

Oliver Luksic Landesvorsitzender

Dürfen wir Sie informieren?

Die neuesten Infos zu den Freien Demokraten Saar - regelmäßig alle 4 Wochen per E-Mail!

Herzlichen Dank - Sie haben sich erfolgreich eingetragen! (Bestätigungs-Email ist unterwegs)