FDP Saar fordert Digitalisierungsoffensive in saarländischen Schulen

FDP Saar fordert Digitalisierungsoffensive in saarländischen Schulen

Das saarländische Bildungsministerium offenbart nach Meinung des stellvertretenden FDP-Landesvorsitzenden Roland König eine quasi „steinzeitliche Unkenntnis“ über den Stand der Computerausstattung an Schulen, wenn der Wissensstand aus dem Jahr 2011 stammt. Nach Meinung der Freien Demokraten sind in diesem Bereich vier Jahre eine Ewigkeit und es zeigt darüber hinaus eine ineffektive Schulbürokratie, bei der die einzelnen Ebenen zu wenig voneinander wissen.

Obwohl es eine Vielzahl von Spendern aus der engagierten Elternschaft und aus der Wirtschaft gibt, die die Schulen mit Computern ausstatten, bleibt die Versorgung von Schulen mit IT-Ausstattung eine unerledigte Baustelle der saarländischen Bildungspolitik.  Die blasse und vertröstende Antwort der zuständigen Sprecherin der Sachkostenträger, „es lasse sich im Einzelfall sicher eine Lösung finden“ lässt sich hier nach Meinung von Roland König leider nahtlos einreihen.

Die Saar-FDP sieht hier dringenden Handlungsbedarf mit dem Ziel einer flächendeckenden Mindestausstattung der Schulen mit IT-Ausstattung und einer angemessenen Qualifikation der Lehrkräfte.

„Das statistische Bermuda-Dreieck, in dem sich das zuständige Bildungsministerium und die Kreise und Kommunen als Sachkostenträger offensichtlich befinden, kann nicht die saarländische Lösung sein wie man Großes erreichen will. Die Freien Demokraten fordern kluge Investitionen in Bildung, so dass das Saarland in naher Zukunft zur Spitzengruppe in den entsprechenden Bildungsrankings aufschließt und Maßstäbe setzt. Eine Steigerung der Medienkompetenz unserer Jugendlichen ist dringend geboten. Dazu ist es unabdingbar, dass die Schülerinnen und Schüler im Unterricht an einen verantwortungsvollen Gebrauch internetfähiger Geräte herangeführt werden und auch über die Gefahren der Offenlegung privater Daten aufgeklärt werden. Jeder Schüler im Saarland müsste mit einem mobilen Computer ausgestattet werden“, so Roland König abschließend.

Inklusion darf kein Sparprogramm sein

Inklusion darf kein Sparprogramm sein

Landtagswahl 2012Die FDP Saar begrüßt, dass der SLLV den Mut hat, die Planungen des SPD-Bildungsministers Commercon zur UN-Behindertenkonvention zu rügen. Dazu erklärt die Generalsekretärin Nathalie Zimmer: “Pragmatische Überlegungen sollten aus Sicht der FDP-Saar den Vorrang haben anstelle von ideologiegeleiteten Positionen. Es ist klar, dass die UN-Behindertenrechtskonvention das Bildungssystem vor neue Herausforderungen im Bereich der gemeinsamen Bildung stellt. Aber Inklusion kann nicht heißen: Im Hauruck-System Kinder mit Förderbedarf so schnell wie möglich raus aus der Förderschule und rein in die Regelschule. Die Rückmeldungen aus der Praxis decken offenkundige Probleme auf.

Die FDP Saar unterstützt die Umsetzung der UN-Behindertenkonvention. Aber ohne bestimmte Voraussetzungen, wie die entsprechende Ausbildung der Lehrkräfte, eine ausreichende Bereitstellung von Deputatstunden und geeignetem Personal und  die spezielle Ausstattung der Schulen lässt sich dies nicht verwirklichen. Der SLLV legt hier zu Recht den Finger in die Wunde.

Das Wohl der Kinder erfordert einen sensiblen Umgang mit dem Problem und eine den Anforderungen entsprechende finanzielle Ausstattung. Auch müssen die auf die Kommunen als Schulträger zukommenden sächlichen und personellen Mehrbelastungen vom Land getragen werden.“

 

FDP-Saar begrüßt die Empfehlungen der KMK zur inklusiven Bildung

FDP-Saar begrüßt die Empfehlungen der KMK zur inklusiven Bildung

Die auf der jüngsten Sitzung der Kultusminister am 20./21 November beschlossenen „Empfehlungen zur inklusiven Bildung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen in Schulen“, wird von der sozialpolitischen Sprecherin der FDP-Saar Alexandra Forster als „weiterer Meilenstein zur Gleichstellung behinderter Menschen in der Gesellschaft“ bezeichnet.

„Die Empfehlungen enthalten differenzierte und wegweisende Aussagen zu Bildungs- Beratungs- und Unterstützungsangeboten am Lernort Schule und nehmen hier insbesondere den Unterstützungsbedarf behinderter Kinder beim Übergang von der Schule in das Berufsleben in den Blick.“, erläutert Alexandra Forster.
Alle an diesem Übergangsprozess Beteiligten sollen Formen der Teilhabe an der Ausbildung und am Arbeitsleben für behinderte Jugendliche entwickeln. Insbesondere ist die Netzwerkbildung von berufsbildenden Schulen, Kammern, Innungen, der Arbeitsverwaltung, sowie der Jugend- und Sozialhilfe die notwendige Voraussetzung, um diesen Prozess voranzutreiben.“, so Forster weiter.

Mit derzeit 34,4 Prozent unterrichteter Förderschüler an einer Regelschule liegt das Saarland im Bundesländervergleich auf einem der vorderen Plätze.
Ziel der Jamaika Landesregierung ist es, diese Zahl weiter deutlich zu erhöhen. Die Eltern sollen künftig ein Wahlrecht zwischen Förder-und Regelschule erhalten. Ferner werden Förderschullehrkräfte verstärkt in den nächsten Jahren präventiv an Regelschulen eingesetzt, um Lern- und Verhaltensstörungen im Vorfeld zu begegnen. Laut Koalitionsvertrag soll perspektivisch in den nächsten Jahren an jeder Grundschule ein Pädagoge mit sonderpädagogischer Kompetenz zusätzlich tätig werden. Langfristig ist die Einführung dieses Konzepts auch für die weiterführenden Schulen geplant.

Das Studienseminar für Förderschulen und Integration des Saarlandes ist daher bereits im Hinblick auf die Umsetzung des Artikels 24 der UN-Konvention an das bestehende Staatliche Studienseminar angegliedert worden.

„Dort werden  angehende Lehrkräfte aller Schulformen in Lehrveranstaltungen für den gemeinsamen Unterricht von behinderten und nichtbehinderten Kindern fit gemacht.“, so Alexandra Forster abschließend.

Oliver Luksic Landesvorsitzender

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