Freie Demokraten wollen Schulen mehr Freiraum geben

Freie Demokraten wollen Schulen mehr Freiraum geben

Die Freien Demokraten an der Saar wollen die Eigenständigkeit von Schulen im Saarland stärken. Die Forderung der Landeselterninitiative für Bildung, dass Schulen selbstständig über ihr pädagogisches Konzept und Profil entscheiden sollen, stößt bei der FDP-Saar grundsätzlich auf Zustimmung. Der FDP-Landesvorsitzende Oliver Luksic will den Schulen mehr Freiräume geben:

„Wir brauchen weniger Erlasse und Verordnungen aus dem Ministerium und mehr Freiräume für eigenständige Entscheidungen der Schulen. Schulen brauchen mehr Autonomie im Budget- und Personal-Management sowie in der Unterrichtsgestaltung. Schulen sollten über Personalangelegenheiten sowie ihr inhaltlich-pädagogisches Profil eigenständig entscheiden, so stärken wir die Bildung im Land.“

Auch anlässlich der Pläne von Bildungsminister Commercon für ein generelles Alkoholverbot bei Schulfesten und der Linken für einen späteren Schulbeginn hält der FDP-Landesvorsitzende Oliver Luksic Entscheidungen in den Schulen vor Ort für „sinnvoller und praxisnäher als zentralistische Entscheidungen“.

FDP kritisiert Fokussierung auf Französisch

FDP kritisiert Fokussierung auf Französisch

Zimmer fordert mehr Englisch an Schulen

Landtagswahl 2012Die FDP-Saar kritisiert die von der Ministerpräsidentin und dem Bildungsminister verkündete Aufstockung des Französischunterrichtes. Dazu erklärt die Generalsekretärin der FDP-Saar, Nathalie Zimmer:

„Diese geplante Aufstockung ist für uns Saarliberale zu einseitig, geht an den Bedürfnissen junger Menschen am Arbeitsmarkt vorbei und schwächt den Zuzug junger Familien ins Saarland. Durch die alleinige Fokussierung auf Französisch bereits in Grundschulen wird der Zuzug  junger Familien aus anderen Bundesländern erschwert, weil Schüler in anderen Ländern anderen Sprachenunterricht haben. Wir als Liberale erneuern daher unsere Forderung nach einer ausgewogenen Mehrsprachigkeit an saarländischen Schulen. Wir fordern im Saarland  die Fremdsprache Englisch zu stärken. Wir dürfen nicht außer Acht lassen, dass der wirtschaftliche Faktor für das Saarland  eine große Rolle spielt,  denn im Zuge globalisierter Märkte und zunehmender internationaler Vernetzungen von Unternehmen wird eine gelungene Praxis der Mehrsprachigkeit in der Wirtschaft immer dringlicher. Wir als Saarliberale sind der Auffassung, dass Sprache das  Tor zu beruflichem Erfolg darstellt. Aus unserer Sicht ist  demnach eine „gelebte  Mehrsprachigkeit“ nicht nur politisch wünschenswert, sondern auch erstrebenswert.“

FDP Saar: Mit Leitlinien und Gesprächskompetenz gegen Kindesmissbrauch in Schulen, Heimen und Internaten

FDP Saar: Mit Leitlinien und Gesprächskompetenz gegen Kindesmissbrauch in Schulen, Heimen und Internaten

Anlässlich der im Morgenmagazin vorgestellten Studie des Deutschen Jugendinstituts (DJI) durch die Beauftragte der Bundesregierung Frau Bergmann über Verdachtsfälle sexuellen Missbrauchs an Kindern und Jugendlichen in Schulen und stationären Einrichtungen stellt die sozialpolitische Sprecherin der FDP Saar, Alexandra Forster fest:

„Die Studie bringt zu Tage, dass alle Institutionen der Bildung und stationären Jugendhilfe sich zwingend mit diesem Thema auseinandersetzen müssen. Nicht nur die große Zahl der bekannt gewordenen Fälle macht betroffen, auch die Unterschiede zwischen den einzelnen Einrichtungen sind beträchtlich.“

Forster weiter:“ Bestimmte Risikofaktoren begünstigen offensichtlich den sexuellen Missbrauch in Schulen, Heimen und Internaten. Insbesondere gefährdet sind diejenigen Einrichtungen, die geschlossene Systeme bilden und wenig Kontakte nach außen pflegen. Besonderes ausgeliefert sind der Studie nach wehrlose Kinder mit Behinderungen.“

 

Daher fordert Forster: “Zu den erforderlichen Standards in stationären Einrichtungen und Schulen muss die Erarbeitung von Leitlinien gehören, nach denen im Notfall  gehandelt werden kann, sowie deren Festschreibung im Qualitätsprogramm. Diese Leitlinien sollten mit den zuständigen Aufsichtsbehörden, der Heim- und Schulaufsicht abgestimmt sein und die Kooperationen mit externen Beratungsstellen vorschreiben. Ferner müssen sie ein Fort- und Weiterbildungskonzept beinhalten, um die Gesprächskompetenz des Personals bei Hinweisen auf sexuellen Missbrauch zu verbessern. Damit werden Vertrauenspersonen vor Ort qualifiziert.“ „Am wichtigsten ist jedoch, das Thema in den Schulen, Internaten und Heimen lebendig zu halten und eine vertrauensvolle Gesprächskultur zu schaffen, in der Grenzverletzungen im privatesten Bereich angesprochen werden können.“ so Forster abschließend.

Oliver Luksic Landesvorsitzender

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